
Zur Handlung möcht ich nicht alzuviel sagen, da es sonst die Spannung nimmt,
sollte jemand auf den Geschmack kommen. Deshalb werd ich nur Kurz den Anfang
schildern.
Die Serie beginnt mit dem Selbstmord der Achtklässlerin Chisa Yomoda. Eine
Woche nach ihrem Tod erhalten ihre Klassenkammeradinnen E-Mails von
Chisa. Bis auf die 13-jährige Lain Iwakura, die sich, als einzige, bis dahin nicht
für Computer (den sogenannten Navis) interessiert, halten alle diese E-Mails für
einen schlechten Scherz. Lain findet heraus, dass Chisa noch am Leben
ist – im sogenannten Wired, einem Computer-Netzwerk, das große Parallelen
zum Internet aufweist. Lain beginnt dieses Netzwerk zu erforschen und entdeckt,
dass „reale“ und „virtuelle“ Welt nicht von einander zu trennen sind. Auch entdeckt
sie, dass Sie verfolgt wird. Wer diese Männer in Schwarzen Anzügen und mit dem
schwarzem Auto sind und vor allem was sie wollen, weiß sie nicht.

Serial Experiments Lain verwendet einen – selbst für das eher progressive
Anime-Genre – ungewöhnlichen avantgardistischen Erzähl- und Zeichenstil,
was auf die künstlerischen Leiter Yoshitoshi ABe zurückzuführen ist. Die Handlung
verläuft verwirrend, Handlungsstränge werden bewusst unterbrochen
oder nicht zu Ende geführt. Vieles bleibt dem Zuschauer verschlossen
und wird nicht direkt aufgelöst. Vielmehr ist der Zuschauer selbst angehalten
jene Mysterien, die sich im Laufe der Story ergeben, für sich zu lösen. Der exzentrische
Zeichenstil verstärkt die unwirkliche Atmosphäre der Serie durch den Kontrast
zwischen satt aufgetragenen, expressiven Farben, den einschneidenden
schwarzen Kabeln und ausgewaschen wirkenden hellen Tönen.

Der Unterhaltungswert von Serial Experiments Lain wird durch die verschwörerische
Story und eine sonderbare Atmosphäre bestimmt, die sich ständig verdichtet und den
Zuschauer nicht nur in ihren Bann zieht, sondern auffordert, sich selbst durch die
seltsame Handlung zu arbeiten. So kann der Titelbestandteil Serial Experiments auch
als eine Meta-Bezeichnung gesehen werden, die darauf hinweist, dass die Serie durchaus
als Experimentalfilm zu verstehen ist.
Soweit Wikipedia zum Still des Anime

Ich selbst finde ihn genial, da es mal ein gänzlich anderes Erlebnis ist.
Leuten, die lieber unkomplizierte Animes bevorzugen oder sich gar einfach nur berieseln lassen
möchten, ist von diesem Anime dringend ab zu raten, da diese Leute keine Freude an ihm hätten.

Wer interesse hat, unter http://www.youtube.com/watch?v=T1wr27IpCJo findet man
den ersten Teil (der ist mit englischen untertiteln. Den Film gibt es auch auf deutsch, bloß hab ich bei youtube & Co nichts gefunden)
Eine ebenfalls sehr informative und gutgestaltete (deutsche) Seite ist http://www.lain-disconnected.de

So, nun meine Frage: Hat ihn wer schonmal gesehen? Wie fandet ihr ihn?
Erst wenn der letzte Baum gefällt,
der letzte Fluß vergiftet
und der letzte Fisch gefangen ist,
werdet ihr feststellen,
dass man Geld nicht essen kann.
Prophezeiung der Cree-Indianer